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By Richard Fritz Braun
#6186 Vielleicht will ja jemand seine Rasse sogar verändern, damit es keinen Rassenkonflickt mehr gibt und wir alle gleich "naturell" aussehen dann kann er/sie es evtl. hier machen lassen
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Mann, Mann wird die Welt oder deren Bewohner immer blöder trotz des Fortschrittes oder scheint es nur so.
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By bbbb733
#6188 Grüß Gott!
Dank Dir Daniel, dank Dir Richard und Arminium!

Sorry, dass es wohl mit der Thematik wenig bis nichts zu tun hat. Es sei mir aber erlaubt, dazu aus meiner Sicht abschließend etwas zu sagen:

Seltsam, hier in einem sehr kleinen Dörfchen mitten im tiefsten Altbayern habe ich es, obwohl schon im fortgeschrittenen Alter, noch nie erlebt, dass jemand einem anderen gesagt hat, was er denken, sagen und schreiben darf. Stopp: Ich hab den benachbart wohnenden norddeutschen Frauen nach deren 3455. Beschwerde wegen Kinkerlitzchen (Kirchenglocken u.ä.) neulich mal gesagt, dass ich im Garten den Scheiterhaufen für sie schon hergerichtet hab. Ja, ja, ja, das war übelster Rassenhass und Sexismus meinerseits.

'Nüttchen', was soll der Unsinn? Das ist einfach nach unserem Sprachgebrauch (siehe Bemerkung Richard!) eine Verniedlichung, eine Entschärfung, die in Richtung 'nicht professionell', also wohl nur gelegentlich als 'Hobby-/Gelegenheits-Hure tätige Frau geht. Nutte, Hure oder Prostituierte schien mir zu 'hart' und eindeutig professionell. Ich hatte ganz einfach Zweifel, dass es solche berufsmäßigen Ladies auf den Inseln gibt. Das zur Erläuterung.

Jaaa, das mit dem Naturell und den anderen bösen Worten ist einfach furchtbar. Ich hab sogar noch so ein sexistisches Wörtchen entdeckt und sage. Pfui, Franz, der typische Deutsche, feinsinnig und an unwichtigen Kleinigkeiten orientiert, wie er nun einmal ist, darf nämlich niemals 'Fußgängerzone' schreiben. Das muss 'Fußgänger- und Fußgängerinnenzone' heißen. Das ist natürlich Schwachsinn. Gemessen an der dargebrachten Diktion allerdings durchaus denkbar. :-)))

Mein Vorschlag: Nehmt ganz einfach die Menschen so, wie sie sind.

>>>>> "An die beiden so sendungsbewußten 'Sexismus- und Rassimusexperten' ein sehr betrüblicher Vorgang, zu dem sie unverzüglich einschreiten könnten:

Ein gewisser 'Pol' hat doch glatt zu den 'Deportatos' eine Nähe zu irgend einem kriminellen Element auf Boa Vista pauschal zu suggerieren versucht. Das ist nicht gut. Das scheint mir nämlich eine - und jetzt wird es ernst - sehr beachtenswerte Diskriminierung einer ganzen Bevölkerungsgruppe zu sein. Leute, so geht es ganz einfach nicht. Ich hab mich heute dazu näher informieren lassen. Diese braven Menschen in einen solchen Zusammenhang zu stellen, entbehrt jeglicher Grundlage. Die Gründe für eine Ausweisung bzw. Nichtverlängerung der Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis sind angeblich sehr vielschichtig. Sie haben natürlich weitgehend auch mit der wirtschaftlichen Situation z.B. in Massachusets usw., wo ja die größte Population von Kapverdern ausßerhalb der Inseln ist, zu tun. Straftaten führen - wie auch in Deutschland - nicht zwangsläufig zu einer Ausweisung. Noch bedenklicher ist es, sie zu 'ghettoisieren' und im Rundumschlag auch gleich noch zu suggerieren, dass man mit diesen unschuldigen Menschen auf der wunderschönen Insel Brava quasi jetzt 'rechnen' muss. Ganz sicher kann pol diese doch sehr bedenkliche Einlassung auch mit umfänglichem Zahlenmaterial natürlich belegen, hoffentlich?!! Eine Korrektur wäre m.E. wünschenswert." <<<<<

Jaaaaaa, genau so [ > < ] hätte ich selbstverständlich sofort reagieren müssen, wenn ich ein ähnlich feinsinniges Naturell hätte wie ... Hab ich aber nicht, gelle, weil es eben nicht zu meinem Naturell passt. Aber das Zahlenmaterial, das zu der Anmerkung veranlasst hat, und die Korrektur wäre trotzdem hilfreich und würde Missverständnissen vorbeugen!

So, und weil nicht nur ich das Spektakel einfach irgendwie als lustig empfinde, darf ich zu ein paar besonders herausragenden Sexismus-/Rassenhass-Fällen (nicht ganz ernst gemeint) um Rat fragen. Ich schreib das vorsorglich dazu, weil ...

Hab da mal ein riesiges Problem: Ich bin als überzeugter Altbayer mit einer Hanseatin verheiratet. Vor fast 40 Jahren hat mein Urgoßvater noch gelebt. Der hat gemeint "Bub, lass die Finger von einer Preißin. Alles derfst heiraten, eine Kinesin, Schwarze, Gelbe, Rote, Österreicherin oder von mir aus auch die Tochter von unserem ärgsten Feind und Widersacher, aber niemals eine Preißin usw." Verstanden hab ich das natürlich nicht, gell. Ich hab aber die diskriminierenden 'Farben' natürlich sofort in 'ein Mensch, weiblichen Geschlechts mit schwarzer Hautfarbe' usw. geändert, dem unbelehrbaren Urgroßvater einen Vortrag über die feinen Unterschiede zw. einer 'chwarzen' und einer 'Schwarzafrikanerin' gehalten und leider (nicht nur) seine Bedenken zu meiner Frau (dem Herrgott sei es sehr gedankt) unbeachtet gelassen. Seltsam, der alte Mann hat mir daraufhin nur den Vogel gezeigt.

Jetzt hierzu mein Problem: Ich hab mir natürlich bei Euren bewundernswert scharfsinnigen Schlußfolgerungen flugs überlegt: Wenn man schon mal auf solche engagierten Spezialisten trifft, muss man doch sofort die Gelegenheit nutzen und fragen, was einem schon 40 Jahre lang schlaflose Nächte beschert, regelrechte Psychosen ausgelöst und traumatisiert hat. Sagt es ruhig ehrlich und schonungslos. Ich halt das schon aus. Diese Diskriminierung der Norddeutschen und die Farben waren doch von meinem Urgroßvater ganz schön rassistisch und hochgradig sexistisch, diskriminierende Worte, Verbalinjurien, ja, Verbalinjurien, Körperverletzung.

Noch eine Frage: Bin ich jetzt rassistisch, weil ich z.B. bei bestimmten Dialekten (Köln, Sachsen und Wien) immer Zahnschmerzen hab, d.h., diese Dialekte absolut nicht vertrage? Könnt ihr helfen?

Noch eine Frage: Bin ich jetzt auch rassistisch, weil ich Norddeutsche ganz allgemein und Fans von Werder Bremen im Besonderen absolut nicht ausstehen kann? [Diese Frage betrifft sogar sehr viele Menschen in ganz Bayern!]

Eindeutig rassistisch war natürlich, dass die Werderfans mich am liebsten aufgeknüpft hätten, als Bayern wieder mal Deutscher Meister wurde, während ich deren Stadt mit meinem Besuch beehrte. Dieser Rassenhass hat mich sogar erneut eminent traumatisiert.

Und rassistisch war, ist und bleibt auch, dass sie mich insgeheim immer schon als den 'Saubayern' bezeichnen und ganz offen das Unwort 'Knödelhuber' oder den 'Herrn vom Furchenadel' oder manchmal auch den 'Güllepantscher' bezeichnen, nur, weil meine Familie hier in Altbayern seit dem 15. Jahrhundert Acker-Furchen bearbeitet.

Jaa, das tut weeeeh, jaaaaa, das tuuut weeeeeh. Das ist Rassenhass, Sexismus und natürlich auch noch Diskriminierung. Fragen über Fragen und Probleme überall.
Freundliche Grüße
By Dju Dju
#6190 ...franzl...woast woas: geh zruck zuam stammtisch, da kehrst hie, woast wos? du...woanders versteht di koana.
ciao.
a urbaya schreibt des.
Dju.

P.S. Tschüss.
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By Richard Fritz Braun
#6191 Ja "bbbb733" kenn leider deinen richtigen Namen nicht.
Dann kennst du bestimmt auch das:

Ein junger Mann aus Bayern wird in die Armee einberufen.
Er schreibt seiner Grossmutter:
Liebe Oma, ich bin jetzt bei der Armee und es gefällt mir sehr gut dort und ich liege mit 3 Preussen auf dem Zimmer.
Die Oma antwortet:
Mein lieber Bub, es freut mich das es dir bei der Armee gefällt, aber am meisten freut es mich dass du schon 3 Gefangene gemacht hast.

Ja manchmal ist das auch ein Generations Problem.
Vielleicht ist es für manche gut dass mal was grosses passiert wie z. B. gerade die Schweinegrippe.
Dann haben Alle, die weissen , schwarzen, türken, pakistanis, katholiken, protestanten, muslims, Islamisten, Vergewaltiger, Pfarrer, Klein- unbd Gross-kriminelle, heilige Jungfrauen und sogar Nutten alle die gleiche Aufgabe, das Land vor der Pest zu retten. Dann haben die eine sinnvolle Aufgabe und müssen sich nicht mit so kleinkariertem Kram zu Befassen.
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By bbbb733
#6195 Hallo DjuDju!
Das trifft mich aber jetzt, wo ich doch - abgesehen von gelegentlichen Wallfahrten auf den Heiligen Berg, Andechs, wo ich dann mit den Mönchen bei ein paar Schlückchen Gerstensaft und einer kleinen Wegzehrung meditiere - absoluter Antialkoholiker bin. Stammtisch? Tut mir leid, das ist keine gute Idee, weil sie mir da immer noch zu sehr über die 'Schwarzen' schimpfen. Ich also nur Rassenhass pur erleben müßte, weil ich ja auch zu den 'Schwarzen' in Bayern gehöre. :-) Das wäre mir verständlicherweise unerträglich.
LG und beste Wünsche
Franz
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By Arnis
#7239 Hallo Verena,
wie gehts Dir ? arbeitest Du noch im Riu? kannst Du das Foto der Täter veröffentlichen?

lieben Gruß
Arnis
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By Kalle
#7297 Hallo erstmal.

Ich habe im Januar 2005 Urlaub auf BoaVista gemacht. Da wurden gerade Bettenburgen gebaut und die beschriebe Entwicklung war damit absehbar.
Die Europäischen Touristen wollen auf Cabo Verde wie anderswo auf der Welt Sonne, beste Dienstleistung und die möglichst billig.
Sie buchen pauschal in einem RIU Hotel. Das Geld für die Unterkunft kommt doch überhaupt nicht auf der Insel an. Folglich haben die Menschen dort nichts von Ihrem Besuch.
Ich habe selbst erlebt, wie arrogant die die Mitglieder diese kleinen zänkischen Bergvolkes (Bayern) den Einheimischen gegenüber aufgetreten sind.

Wer Cabo Verde wirklich eleben will muß sich auch mit den Menschen und Ihrer Kultur auseinandersetzen.

Als Reisevorbereitung empfehle ich das Buch "Cabo Verde" von Regina Fuchs, Lucete Fortes und Pitt Reitmaier. Das gibt es auch in der TUI Repräsetanz.

Natürlich muß man sich mit den Menschen auch unterhalten können.
Raquel und André haben ein kleines Wörterbuch "Kriolu" geschrieben. Das ist sicher nicht ganz einfach weil Kriolu keine voll entwickelte Sprache ist. Aber es hilft. Das Buch kann unter http://www.kapverden.de/reisetipps/reis ... ehrer.html bezogen werden.
Wer ein paar Sätze Portugisisch sprechen kann kommt auch weiter. Ein kleines Wörterbuch gibt es im Reise Know-How Verlag (auch online).
Wer sich ein wenig vorbereitet und in der Landessprache den Menschen begegnet wird ein tolles Land und sehr freundliche Menschen erleben.
Es spricht sich auf den Inseln sehr schnell rum was da für Touristen unterwegs sind.
Ich war überrascht wie viele Sprachen auf Cabo Verde gesprochen werden.
Ich hatte versucht mit einem alten Wachmann der Hotelanlage (Parque das Dunas Village) Kriolu zu sprechen. Nach wenigen Sätzen stellte sich heraus, dass er perfekt deutsch versteht. Nach 30 Jahren Arbeit im Hamburger Hafen ist das verständlich.

Kommt einfach aus euren Bettenburgen und mischt euch mit Respekt unter's Volk.

LG Kalle
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By Sally
#7298 Naja, alle Bayern als "zänkisches Bergvolk" zu bezeichnen, ist nun auch nicht ok.

Wir hatten hin und wieder einen wunderschönen Urlaub in diesem Bundesland und dort superfreundliche Menschen kennenlernen dürfen.
Es kommt immer aufs Herz an, egal wo du geboren bist !!

In jedem Land oder Bundesland gibt es die einen und die anderen !!
Das sollte eigentlich jeder wissen. Gell !! :idea:
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By Kalle
#7317 Hallo Sally,

du hast recht. Ich habe auch schon wirklich nette Bayern kennengelernt.
Und die arroganten Mitmenschen gibt es hier wie da. Trotzdem ist Respekt für die Menschen des Gastlandes sicher angebracht. Die Kapverdianer sind zwar Nachkommen ehemaliger, geflohener Sklaven (und katholischer Missionare). Dennoch darf man Sie nicht so behandeln.

Gruß Kalle
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By JanineBV
#11646 Ich besuche Boavista regelmässig, da meine Eltern von dort sind und ich möchte gerne meine Sicht über die Polizeiarbeit auf der Insel schildern:

Wie gesagt besuche ich Boavista regelmässig und kenne die Insel sehr gut. Ich habe miterlebt wie die Insel sich in den letzten Jahren entwickelt hat und trotz Tourimusentwicklung bin ich der Meinung, dass sich Boavista in vielen Dingen verschlimmert hat.
Zum Einen sicherlich die Sicherheit (früher waren die Haustüren weit offen. Heute werden die Türen doppelt und dreifach verriegelt.) und zum Anderen die Tourismusform.
Meiner Meinung nach bringen All-Inklusive Anlagen für Länder wie Kapverden nicht viel, denn die Einnahmen zirkulieren nur in den Anlagen und die Einheimischen kriegen minimal etwas davon ab.

Was die Polizeiarbeit angeht ist dies eine prekäre Situation. Für mich sind es respektlose, schlecht gebildete Polizisten die weder die Sicherheit für Touristen noch für Einheimische gewähren. Vorfälle die dies bezeugen habe ich selbst erlebt und genügend Berichte von Verwandten auf der Insel gibt es auch.

Nichts desto trotz ist die Insel sehr wohl zu empfehlen und stimme den Rat von Kalle zu. Nur so entdeckt man die Schönheit der Insel (obwohl die Liste der Mängel lang ist.) Die Einheimischen auf Boavista haben auf den Kapverden den Ruf liebenswert und sanft (evt. zu sanft) zu sein. Daher ereignen sich Vorfälle dort, die evt. auf den anderen Inseln garnicht in Frage kommen würde.
Wie die Insel zukünftig positiv entwickelt werden kann ist auch für mich ein grosses Thema und ich hoffe in der Zukunft auch meinen positiven Beitrag vor Ort leisten zu können.
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By Tini
#11663 Hallo, ich habe mit meiner familie 14Tage auf Boavista gebracht und es war ein sehr schöner Urlaub. Wir wurden von unserem Reiseveranstalter auch gewarnt, nicht mit Schmuck und Kamera am Strand nach SalRei zulaufen. Wir haben auch eine geführte Tour nach SalRei unternommen. Ich habe mich auch nicht unsicher gefühlt. ich finde die Kapverdianer sind im Grunde liebenwerte Menschen.
Das Prinzip ist das für die arbeitende Bevölkerung mehr getan werden muß und ein gewisser Lebensstandart geboten wird. es nützt nichts, wenn supertolle Apartments gebaut werden und die Einheimischen sie sich nicht leisten können undin diesen Baracken leben müssen.
In den Hotels bekommen die Einheimischen auch den Luxus vorgelebt. Und wenn ich sehe wie dieverse Urlauber( meist Engländer) mit dem Essen umgehen, krieg ich echt die Krise, wieviel da Essen weggeschmissen wird und in den Dörfern haben sie nichts zu essen. Als wir in SalRei waren kam auch ein Junge der Hunger hatte, was schon sehr traurig ist. Es liegt schon teilweise an den AI-Hotel, aber meist an dem Verhalten der Touristen.
Fazit: Es muß mehr für die Einheimischen getan werden und auch die gesamte Infrastruktur muß sich ändern. Es nützt der Insel nichts wenn keiner was tut und nicht die richten Leute am Zug sind.
LG Tini