Kapverden

Montag 21.05.2012

 

PAICV GEWINNT KAPVERDEN PARLAMENTSWAHL 2011

 
PAICV Cabo Verde

07.02.2011 - 

Die PAICV (sozialdemokratische Unabhängigkeitspartei) erreichte in den Parlamentswahlen am 6.2.2011 die absolute Mehrheit mit 38 Abgeordneten, danach folgte MPD (bürgerlich demokratische Partei) mit 32 Abgeordneten und die kleine UCID (die liberale Partei) mit 2 Abgeordneten. Die PAICV erreichte dabei in 10 von 13 Wahlkreisen die Mehrheit.

Während der letzten 2 Wochen vor der Wahl, fand ein absolut friedlicher und ohne bedeutende Zwischenfälle verlaufender Wahlkampf statt.

Die MPD äusserte sich mit starker Kritik an der PAICV auf recht aggressive Weise. Man liess keinen grünen Zweig an der Gegnerpartei. Das Wahlkampagnen Motto lautete „ Mesti muda“ („Ein Wandel ist nötig“) PAICV dagegen machte einen recht gelassenen Eindruck, es wurde wenig an der Opposition kritisiert, eher arbeitete man daran, sich selbst sehr positiv darzustellen, das Motto zur Wahl lautete hier „Mais Cabo Verde“ („Mehr Cabo Verde“).

Interessant war auch die Tatsache, dass Jose Maria Neves, der Präsident der PAICV, in keiner einizgen Debatte oder Rede die er hielt, den Namen der Oppositionsprartei MPD oder des Gegners Carlos Veiga aussprach, er zog immer Formulierungen wie „bei den Anderen“ oder „ein Anderer“ vor. Auch lehnte er in Interviews die Einschätzung bzw. Beurteilung Carlos Veigas grundsätzlich ab. Carlos Veiga und seine Partei MPD dagegen sprudelten nur so mit Kritik gegen PAICV und den Präsidenten Jose Maria Neves, man hörte teilweise sogar öfter die Namen der Gegner als die eigenen Namen der MPD.

Die MPD kritisierte vor allem die (angeblichen) Punkte: Durch falsche Politik immernoch nicht gelöste Problematik der Stromausfälle, die unbekämpfte Kriminalität in den Städten Praia und Mindelo, sowie die gleichgebliebene Armut, die gleichgebliebene Arbeitslosenquote und eine Vielzahl an falschen Versprechen und Lügen der PAICV, die teilweise in Diffamierungen ausarteten, die nun gerichtlich weiter diskutiert werden.

Die PAICV setzte vor allem auf die (angeblichen) Punkte: Große Fortschritte der letzten 10 Jahre Regierung in der Infrastruktur der Inseln, wie Flughäfen, Straßen, Häfen, Elektrizitätsreichweite, Universitäten, Krankenhäuser, etc. Auch betonte man den besseren Lebensstandard der Kapverdeaner, z.B. durch höhere Löhne, weniger Arbeitslosigkeit, höhere Renten, mehr Firmen, mehr Tourismus, höheres Bruttosozialprodukt, gutes internationales Ansehen des Landes, weitere große anstehende Spenden/Finanzierungen wie z.B. das zweite MCA (Millenium Challenge Account).

Von: kapverden.de - D.R.B.