Kapverden

Sonntag 24.07.2016

 

VULKANAUSBRUCH AUF DER INSEL FOGO, KAPVERDEN (STÄNDIG AKTUALISIERT!)

 

23.11.2014 - 

Seit heute morgen ca. 10.00 Uhr Ortszeit ist der "Pico Pequeno" auf der Insel Fogo, Kapverden am Ausbrechen. Live zu sehen auf unserer Pico de Fogo Live Webcam: http://www.kapverden.de/live-webcams/pico-de-fogo-webcam.html

UPDATE: Unsere Webcam sendet seit mittag keine Bilder mehr, da der Lavastrom mittlerweile die Strasse in die Cha das Caldeiras erreicht hat und somit auch die Pfosten der CVTelecom mit der Telefon- und Internetverbindung zerstört wurden.

UPDATE: Der Flugverkehr über Fogo wird umgeleitet, und der Flugverkehr von und nach Fogo eingestellt.

UPDATE: Die anfangs noch sehr schwache Eruption scheint sich deutlich zu verstärken, sie wurde auf Stufe 2 eingeordnet. Die letzten Bilder vor dem Sonnenuntergang von Beobachtern zeigen eine sehr starke Rauchentwicklung.

UPDATE: Die Lava fließt viel schneller als erwartet, man ist deshalb dabei Cha das Caldeiras komplett zu evakuieren.

24/11/2014

UPDATE: Die Lava ist bis sehr nah an das ca. 1 Mio EUR teure und wenige Monate alte Besucherzentrum rangekommen. Erste Plünderungeversuche des Zentrum endeten mit Festnahmen von der Polizei und Militär das sich nun in der Cha das Caldeiras befindet um genau diese Art von Raub zu verhindern der auch 1995 wiederholt geschah.

UPDATE: Die Insel Fogo hat keinen Strom mehr aufgrund des Vulkanausbruchs, denn die herunterfallende Asche hat sich auf den Überlandleitungen festgesetzt und verursachte somit Probleme.

UPDATE: Die Lava erreicht in letzter Stunde des Montags das 1 Mio EUR teure Besucherzentrum (Deutschland finanzierte den Bau und Ausstattung), man sieht es bereits als verloren an. Das Gebäude wurde von lokalen Bewohnern der Cha das Caldeiras - noch bevor die Lava es erreichen konnte - ausgeräumt und dann alles was irgendwie wertvoll sein könnte, rausgerissen.

UPDATE: Es sind nun schon 4 Krater die gleichzeitig Lava spucken.

25/11/2014

UPDATE: Die Insel Fogo hat wieder Strom.

UPDATE: Der gesamte innerkapverdische Flugverkehr ist für heute aufgrund der Aschewolke die Richtung Norden wandert und somit auf den Hauptflugrouten liegt, gesperrt. Internationale Flüge verkehren normal weiter bisher.

UPDATE: Die Situation wird immer bedrohlicher: Nachdem das Besucherzentrum zerstört wurde, droht die Lava nun die Häuser bei Portela zu zerstören, 10 Häuser wurden schon zerstört. Es sind nun 7 Krater die Lava spucken.

UPDATE: Der Lavastrom hat sich in der Geschwindigkeit deutlich verringert, es könnte bedeuten dass bald ein Ende in Sicht kommt. Die Inlandsflüge werden morgen nach wie vor gecancelt sein für Sao Vicente, Fogo, Sao Nicolau. Die anderen Inseln werden normal angeflogen.

26/11/2014

UPDATE: Nachdem gestern Nacht die Lava immer langsamer floss, gewann diese heute wieder an Geschwindigkeit und der Vulkan spuckte auch wieder intensiver. Die ersten Häuser wurden zerstört und es sieht danach aus als wenn Portela heute Nacht schwere Schäden nehmen wird.

UPDATE: Da die neue Windrichtung heute die Aschewolke Richtung Süden trieb, konnte der Flugbetrieg zwischen den Inseln teilweise wieder aufgenommen werden.

UPDATE: Am Abend hat die Lava bereits 12 Häuser zerstört un nähert sich langsam dem Hotel Pedra Brabo und dem Rest der Häuser in Portela.

27/11/2014

UPDATE: Die Lava floss letzte Nacht sehr langsam, aber stoppte bisher nicht. Es fehlen nur noch sehr wenige Meter bis zu Portela - Schule, Pensionen und Häuser stehen kurz vor der Zerstörung. Sollte die Lava weiterfliessen und die ebene Fläche überwinden, wird die Lage wirklich ernst, denn dann kommt sie in abfallendes Gelände und wird die ganze Ortschaft in wenigen Stunden überdecken.

UPDATE: Nach letzten Informationen ist das 1 Mio Euro teure Besucherzentrum doch so gut wie verschont geblieben von der Lava, jedoch wurde das Gebäude kurz bevor die Lava es streifte geplündert, da man es bereits als hoffnungslos verloren erklärte.

UPDATE: Nach letzten Informationen direkt aus der Nähe der aktiven Krateröffnungen, nimmt die Intensität der Eruptionen gerade erneut stark zu.

UPDATE: Die Vulkanaktivität nimmt weiterhin stark zu und ein dritter Lavastrom entsteht.

UPDATE: Die 7 speienden Krater haben sich mit einem 8. neuen Krater zu einem einzigen grossen speienden Krater verbunden. Der bisher ca. 600 Meter breite Lavastrom ist nun ca. 1.000 Meter breit und hat an Intensität weiter zugenommen.

28/11/2014

UPDATE: Erneut ein wenig Hoffnung für die Häuser von Portela in den ersten Stunden der Nacht: Der Lavafluss in die Südrichtung nimmt zu, womit die Nordfront die zu den Häusern fliesst, vorerst leicht abnimmt.

UPDATE: Die Lava steht direkt vor Portela still !

UPDATE: Die ersten Bewohner ziehen zurück in ihre Häuser, obwohl der Vulkan weiterhin Lava spuckt. Man hat die Angst vor der Lava verloren und rechnet nicht mehr damit, dass nochmal Lava in Richtung Portela fliesst.

29/11/2014

UPDATE: Die Aktivität des Vulkans nimmt nach wie vor zu.

30/11/2014

UPDATE: Das zuerst so gut wie verschonte Besucherzentrum wurde heute von einem neuen Lavastrom komplett zerstört. Der neue Lavastrom bedroht nun auch erneut die Häuser von Portela.

UPDATE: Der neue Lavastrom ist mit ca. 20 Metern/Stunde relativ schnell und bedroht nun das ganze Dorf, beginnend mit Portela.

UPDATE: Die Lage wird immer ernster, gegen 15.00 Uhr Ortszeit bleibt noch ca. 1 Stunde Zeit bis Cha das Caldeiras komplett durch den neuen Lavastrom abgetrennt werden wird. Es bleiben dann keine Alternativen mehr um das Dorf zu verlassen. Es wird nun in größter Eile und ohne jegliche Ausnahmen komplett evakuiert.

01/12/2014

UPDATE: In den Morgenstunden wurden noch weitere 3 Häuser vom Lavastrom erfasst. Am Nachmittag scheint der Vulkan viel ruhiger geworden zu sein: Kaum noch Explosionen und sehr wenig Lavafluss.

02/12/2014

UPDATE: Nachdem der gestrige Tag sehr ruhig war, ist der Lavastrom in den ersten Morgenstunden des heutigen Dienstags wieder viel stärker geworden. Die Schule, das Hotel Pedra Brabo und einige Häuser wurden bereits zerstört.

UPDATE: Der Lavastrom ist nach wie vor stark und bedroht nun mehr als je zuvor das ganze Dorfteil "Portela" in wenigen Stunden zu veschlucken, danach - sobald der Lavastrom bergab fliessen kann - würde er das Dorfteil "Bangaeira" auch ziemlich schnell verschlingen.

UPDATE: Die Lava fliesst mit einer Geschwindigekti von 10 Metern/Stunde weiter und hat mittlerweile weitere 35 Häuser von Portela verschlungen. Nun sind auch die beiden Kirchen und der Weinhersteller "Adega-Cha" kurz vor ihrer Zerstörung.

03/12/2014

UPDATE: Seit gestern Nachmittag steht die Lava wieder still. Der Vulkan ist jedoch nach wie vor aktiv und eine grosse Rauchsäule steigt aus dem Krater.

04/12/2014

UPDATE: Der Vulkan ist viel ruhiger - seit gestern fliesst die Lava nur noch mit 1 Meter/Stunde voran.

UPDATE: Der Vulkan ist weiterhin sehr ruhig und die Lava fliesst nicht mehr weiter in Richtung Portela.

UPDATE: In den letzten Abendstunden erneut eine Überraschung: Plötzlich fliesst ein sehr schneller Lavastrom Richtung Portela.

05/12/2014

UPDATE: Der neue Lavastrom Richtung Portela ist wieder sehr langsam geworden (unter 1 Meter/Stunde), ca. 800 Meter entfernt, aber ein anderer Lavastrom Richtung D´ja de Lorna (Dorf mit ca. 20 Häusern) hat sich verstärkt.

06/12/2014

UPDATE: Der Vulkan hat sich weiter beruhigt und die Lava fliesst sehr langsam weiter (unter 1m/h). Im Moment sieht es nach einem nahenden Ende des Ausbruchs aus, insbesondere weil die zuletzt fliessende Lava sehr flüssig war, was ein Signal für das Ende ist.

UPDATE: Am späten Nachmittag erscheinen zwei neue Lavaaustritte die sich mit sehr hoher Geschwindigkeit Portela nähern.

UPDATE: Die provisorische Zufahrtsstrasse ist wieder zu und in Richtung Portela wurden alle westlichen Häuser sowie das Fussballfeld zerstört, die Lava ging über die Strasse und nun auf die andere Seite in Richtung der Pension von Alcindo Montrond. Der sehr schnelle Lavastrom bedroht erneut den unteren Dorfteil "Bangaeira".

07/12/2014

UPDATE: Die Lava ist in der Nacht weiter geflossen und hat Portela so gut wie ganz verschluckt, ist seit den frühen Morgenstunden in Bangaeira eingetreten und beginnt nun das Dorfteil Bangaeira zu zerstören.

Die Lava hat bisher zahlreiche Häuser in Portela zerstört, die beiden Kirchen, die halbe Adega Chá (Weinproduzent Cha de Fogo), Teile Haus Ramiro und nähert sich nun dem Kindergarten von Bangaeira und Pension Casa Marissa.

Cha das Caldeiras ist zur Zeit so gut wie menschenleer, selbst die Soldaten und andere Sicherheitskräfte haben die Cha aufgrund der gefährlichen Lage verlassen.

UPDATE: Bangaeira wurde heute völlig zerstört von der Lava.

UPDATE: Der Vulkan ist wieder aktiver geworden und die Aschewolke intensiver. Aufgrund der nun auch der Flugverkehr der Inlandsflüge der TACV für die Insel Fogo eingestellt wurde.

08/12/2014

UPDATE: Der Vulkan ist nach wie vor sehr aktiv und der Lavafluss schnell. Es besteht die Gefahr, dass die Lava bis an den Caldeira-Rand (Krater-Rand) weiterläuft und Richtung Meer herunterschnellt. Die Lage wäre dann ähnlich dem Ausbruch von 1951. In Gefahr befinden sich mehrere Dörfer: Relva, Tinteiro und Mosteiros.

UPDATE: Die Lava ist schon 300 Meter hinter Bangaeira weitergeflossen und bewegt sich Richtung Kraterrand.

UPDATE: Aufgrund des weiteren starken Lavaflusses bereitet man sich schon auf weitere Evakuierungen der Dörfer Richtung Mosteiros vor.

09/12/2014

UPDATE: Der Vulkan ist wieder etwas ruhiger geworden und die Lava fliesst ein wenig langsamer. Bei dieser Geschwindigkeit würde sie noch etwa 3 Tage benötigen um die ca. 3km bis zum Kraterrand zu überwinden.

10/12/2014

UPDATE: Obwohl am heutigen Tag der Vulkan wieder ruhiger wurde, haben die Bewohner der eventuell bald betroffenen Dörfer schon mit einer freiwilligen Evakuierung begonnen, indem sie schonmal ihre Habseligkeiten ausräumten.

11/12/2014

UPDATE: Ein weiterer sehr ruhiger Tag: Wenig Vulkan-Aktivität und langsamer Lavafluss (unter 5m / Stunde).

17/12/2014

UPDATE: Ein erneuter, schmaler aber recht schneller Lavafluss erfasst die noch übriggebliebenen Häuser von Bangaeira. Die Adega (Weinproduzent) wurde nun gänzlich zerstört, sowie auch Ramiro und Sirio.

19/12/2014

UPDATE: Die Lava fliesst nun auf der anderen Seite Richtung Ilheu de Losna und hat das Dorf heute erreicht, wo sich der andere Weinproduzent/Weinanbau (Sodade) befindet. Die Lava auf der Seite Richtung Fernao Gomes ist nicht weitergeflossen seit Tagen.

20/12/2014

UPDATE: Die Lava hat heute in den frühen Morgenstunden die Adega Sodade (Weinproduzent) zerstört sowie grosse Flächen Weinanbau desselben und einige Häuser von Ilheu de Losna. Auch die Strasse wurde von der Lava überströmt und somit unpassierbar gemacht.

09/01/2015

UPDATE: Der Vulkan ist so gut wie still. Der Flugbetrieb der TACV nach Fogo wird wieder aufgenommen.


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Von: D.R.B. - kapverden.de