Reisebericht (Teil 2)
Reisebericht Kapverden - Teil 2
Nach der Ankunft auf Sâo Vicente haben wir uns erstmal einen Übernachtungsplatz gesucht, einen besseren Ausdruck gibt es für unser Quartier nicht, es war schauderhaft, schlampig wie Tilly sich ausdrückte, aber die Leute waren sehr nett und freundlich, wie überall auf den Inseln. Auf etwas unsicheren Beinen oder besser Füssen (so gerade und akurat gepflastert sind die Wege und Strassen dort nicht wie bei uns verwöhnten Westeuropäern) schauten wir uns Mindelo an, ein schönes, interessantes Städtchen. Abends aßen wir im Club Nautico, der Treff für die Bootsleute, die sich hier mit allerlei versorgen können (auch mit Seemannsgarn), bevor sie sich aufmachen nach Brasilien, wenn sie sich trauen, oder, was wahrscheinlicher ist, zu einem Segeltörn. Im Nautico Club gibt es die beste Musik in ganz Mindelo.
Nach einer fast schlaflosen Nacht (das Hotel wird wohl auch für andere Zwecke benutzt, ähem) standen wir um 7.30 Uhr am Hafen, die Fähre legt pünktlich (das ist hier wirklich so mit den Verkehrsmitteln, aber sonst haben die Besucher aus dem Ausland die Uhren und die Kapverdeaner die Zeit) um 8.00 Uhr ab und wir mussten uns noch Tickets besorgen.
Die Überfahrt war herrlich, das Meer tiefblau und relativ ruhig, das ist zwischen den beiden Inseln selten so, aber die Insulaner kotzen, ihre Frühstückscachupa und noch mehr, das ist hier auch immer so. Es werden Tüten verteilt , auch wenn das Meer so glatt ist wie ein Kinderpopo.
Um 9.00 Uhr legte die Fähre in Porto Novo an, dem Hafenstädtchen von Santo Antâo. Susi und Frank, in deren Pension wir die nächsten Wochen unterkommen wollten, gaben uns den Tipp im Hafen gleich nach Julio zu fragen, der uns nach Tarrafal bringen wird. weiter lesen...
