Forum für Informations- und Erfahrungs- Austausch zum Thema Reisen & Tourismus auf den Kapverdischen Inseln.
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By SebastianF
#16687 Hallo,
wir haben vor, Ende Oktober / Anfang November für 14 Tage auf die Kapverden zu fliegen. Wir wollen dort vor allem das Tauchen lernen. Die entsprechenden PADI-Kurse bis Open Water Diver sollten etwa 6 Tage in Anspruch nehmen. Danach würden wir noch gerne 2-3 Tage Tauchexkursionen unternehmen.
Dafür habe ich mir bisher Hotels auf Sal und Boa Vista angesehen. Sal scheint das etwas bessere Tauchangebot zu haben - aber ich bin da kein Experte und würde euch gerne um Rat fragen, auch was eine gute Kombi von Hotel und Tauchschule wäre.

Wenn wir also 9 Tage für das Tauchen rechnen, bleiben noch 4-5 Tage Zeit, etwas mehr von den Kapverden zu sehen (denn Sal und Boa Vista sind ja eher Wüste). Welche andere Insel würdet ihr empfehlen um etwas mehr von den "echten" Kapverden zu sehen? Wie würde man dort am besten hinkommen?

Wir könnten auch den Tauchurlaub am Ende machen, das ist uns egal.

Vielen Dank :)
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By Ariminum
#16688 Hallo SebastianF,

bleiben noch 4-5 Tage Zeit, etwas mehr von den Kapverden zu sehen
:?:

die letzten paar Tage bleibt ihr am besten auf der Insel, wo Ihr den Tauchlehrgang gemacht habt. Deswegen noch auf eine andere Insel zu fliegen lohnt sich kaum mehr und kostet nur viel.

Kommt wieder und macht dann einen ausgiebigen Urlaub von Anfang an, mit etwas Tauchen und den Rest zum Entdecken anderer Inseln. Dabei gilt: "Weniger kann mehr sein". Auch da nicht in 14 Tagen 9 Inseln besuchen, sonst seht Ihr außer Flughäfen und Häfen nichts.

Auch auf Sal und/oder Boavista lassen sich die letzten Tage mit Entdeckungen füllen, so dass Ihr doch noch etwas von den "echten Kapverden" mitbekommt.

Viel Spaß bei Eurem ersten Aufenthalt :P
A.
By Dju Dju
#16689 Hallo,

in Tarrafal auf S. Antāo gibt es ebenfalls eine Tauchstation, die Lehrgänge anbietet. Die Infos kannst Du bei Mar Tranquilidade - Tarrafal erfahren. Da habt ihr auf einer Insel alle Eure Wünsche erfüllt: sie ist wunderschön, abwechslungsreich und vermittelt das echte kapverdische Lebens- und Naturgefühl.

LG Dju
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By SebastianF
#16690 Hallo Dju Dju,

das mit der Kombination ist ein super Vorschlag!
Ich musste erst einmal nachgucken, wo das liegt. Tarrafal auf Santo Antao ist ja wirklich am äußersten Ende! Es heißt, dass die Aluguers 3 Stunden brauchen von der Fähre bis zum Ort... Stimmt das? Die Bilder der Straße sehen echt abenteuerlich aus!

Anreise wäre ja dann nach Sao Vincente via Lissabon, Aguluer/Taxi bis zum Hafen von Mindelo, Fähre nach Sao Vincente, warten bis Aguluer fährt, 3h Aguluer zum Ort. Wow, das sind ja 24 Stunden. Ginge das auch irgendwie einfacher? Boot vom Flughafen nach Tarrafal z.B.? Ich hätte nichts gegen die 3 Stunden Inseltour, aber die ganzen anderen Transfers sind etwas hart so fürs erste Mal finde ich.

Ansonsten sieht Santo Antao aber echt super aus fürs Wandern etc, das wollen wir auch sehr gerne machen. Es scheint ja auch eine handvoll annehmbarer Unterkünfte in Tarrafal zu geben.

Wie wichtig ist es eigentlich, portugiesisch sprechen zu können? Ist Englisch/Französisch/Hand-und-Fuss auch OK? :)
Der Regen fällt ja eher im Oktober, oder? Wird man die Auswirkungen davon im November noch sehen können (grüne Landschaften etc)?

Danke!
By Dju Dju
#16691 Hallo,
wahrlich ein kleine Anreise - mit Tiefen und Höhen, die in der paradiesischen Ruhe endet. Es ist eine tolle unvergessliche Fahrt.

Ihr könnt von D - Lissabon - S.Vicente fliegen oder eben Sal - S.Vicente, dann Fähre und Aluguer bzw. Jeep - die 'Öffentlichen' fahren n u r morgens, die Jeeps sind immer buchbar und kosten zwischen 70 - 100 € / Aluguer ca. 8 € dafür enger Kontakt zur Bevölkerung und Touristen.
Ich empfehle Euch, in S.Vicente einfach einen Stop von 1-2 Tagen einzulegen und die Kulturhauptstadt mit ihren musikalischen kreolischen Ecken kennen zu lernen. Mindelo hat einen grossen Charme...Es gibt keine reguläre Schiffsverbindung zwischen Mindelo und Tarrafal...es gibt auch Fischkutter und das ist dann tatsächlich Abenteuer pur - allerdings werden selten Gäste mit genommen.
Das Tauchen soll spektakulär an der Küste zwischen Tarrafal und Monte Trigo sein. Ausrüstung top. Tarrafal hat inzwischen eine gute touristische Infrastrukutr. Die Reisezeit November verspricht wunderschöne grün flaumig überzogene Vulkanlandschaften. Freut Euch!
LG Dju
P.S. Sprache: Hand und Fuß, Herz und Verstand! Läuft.
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By Ariminum
#16692 Auch wenn Santo Antão meine Favoriteninsel ist und ich auch erst im April wieder in Tarrafal de Monte Trigo (und auch noch in Monte Trigo selbst mit dem Boot) war, so ist es für einen Neuling, der das erste Mal auf den Inseln ist, und der kein Portugiesisch spricht, meiner Meinung nach zu viel des Guten. :roll:

Er hat sich ja auch schon über Sal und Boavista, wo es ebenfalls gute Tauchschulen gibt, informiert, und möchte wohl dort den Großteil seines Urlaubs verbringen. So habe ich es zumindest verstanden.

Es bleiben ihm laut seiner Aussage dann noch ca. 4 Tage und dafür lohnt es sich keinesfalls bis Tarrafal auf Santo Antão zu fahren, denn da wäre die Anfahrt schon 1-2 Tage, jenachdem, ob man in Mindelo übernachten muss, oder nicht.

Die Fahrt von Porto Novo nach Tarrafal hat sich zwar von 3 auf 2 Std. (für 28 km!!) reduziert, die Fahrt ist trotz fortschreitenden Straßenausbaus ein Höllentripp für Gesäß und Bandscheiben. :evil:

Wenn er nicht den ganzen Urlaub umkrempeln möchte, dann würde ich für den Einstieg auch Sal (oder Boavista) nehmen (dort spricht man mittlerweile alle gängigen Touri-Sprachen) und wenn überhaupt, dann noch zwei Tage nach Santiago fliegen, wobei man sich ja immer einen Zeitpuffer für den Rückflug auf der Insel einrechnen sollte, von der der Rückflug nach Deutschland geht. Somit wäre auch das ein mir zu straffes Programm für die letzten entspannenden Tage, und teuer ist es obendrein.
Auch auf Sal kann man durchaus etwas unternehmen, z. B. sie Salinen bei Pedra de Lume besuchen und am Strand die letzten Tage genießen.

Aber entscheiden muss das der Urlauber natürlich selbst, wo seine Wünsche liegen. 8)

A.
By Dju Dju
#16695 ...ja für die ganz Vorsichtigen, die normalerweise nur nach Mallorca reisen und sich auf Asphaltstrassen bewegen oder auf Schienen, mag der Beitrag von Ariminum zutreffen.

Mein Vorschlag ist nicht für 4-5 Tage, sondern ein neues Konzept. Es geht in diesem Forum nicht um individualisierte Beiträge, sondern informative Aussagen. Jeder kann entscheiden wie und was für ihn gut ist. Da braucht es keinen erhobenen Zeigefinger.

Meine persönlicher Favorite ist nicht Sal oder Boavista auf den Kapverden. Wobei Boavista noch ein Tick mehr Charme sich durch die kleine historische Altstadt Sal Rei erhalten hat, auf Sal ist im Fokus Wassersport und Beach, hingegen bei Tarrafal auf S.Antao sieht zwar das Programm ähnlich aus, gewinnt allerdings erheblich durch die Möglichkeit der Weiterreise in den Norden der Insel an Abwechslung, fantastischen Bergpanoramen und eben grüne, saftige Täler. Sozusagen ein Kontrastprogramm.

Die Tauchmöglichkeiten auf Sal sind von den Sichten sandig und Fischschwärme...zum ersten Mal Tauchen sicherlich einfacheres Lernprogramm - da wie gesagt sandige Zugänge. In Tarrafal sind es atlantische Korallenriffe in kleinen Buchten, die nur mit dem Boot erreicht werden können. Spektakulär, einmalig.

Also, entscheiden soll der Reisende. Wir können hier unsere Erfahrungen weiter geben.
So long Dju

P.S. In Tarrafal kommt ihr auf jeden Fall mit Deutsch weiter. Es gibt deutsche Auswanderer, die dort leben. Auch wird dort inzwischen mehr französich und englisch gesprochen, als auf den anderen Inseln. Ein paar wichtige, herzliche Worte auf portugiesisch besser kreol, öffnen die Herzen der Einheimischen.
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By pol
#16703 Hallo Dju,

für ein erstes Mal auf CV finde ich Tarrafal de Monte Trigo schon ambitioniert, aber warum nicht... Und mit der Sprache ist es auch so eine Sache. Wenn man die Treppe vom überdimensionierten Fährterminal in Porto Novo hochkommt und sich der Phalanx gegenübersieht...
Es lohnt sich dann eigentlich schon, ein "Privat-Aluguer" (Frete) zu nehmen, sonst fährt man noch stundenlang in Porto Novo herum, der Wagen ist auf der Suche nach weiteren Passagieren. Wir haben letztes Jahr 6000 CVE bezahlt, für vier Personen eine faire Sache.
Mit nur Deutsch wird man nicht weit von der Terrasse vom Mar Tranquilidade wegkommen. Das ist zwar sehr schön, aber nicht eigentlich Sinn der Sache.
Wenn ich mich recht erinnere, ist der Tauchlehrer (der letzten Sommer auch auf das Mar Tranquilidade aufgepasst hat, als Frank und Susi nicht da waren), Franzose.

Viele Grüße
Rüdiger
By Dju Dju
#16704 :) :) :) :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Hallo Pol,
es gibt inzwischen noch ein paar Deutsche ausserhalb der Terrasse und sie leben putz munter in Tarrafal. Der Tauchlehrer ist Franzose oder Belgier...er spricht perfekt englisch und seine Frau französisch, englisch, kreol und deutsch...
Wann warst Du das letzte Mal da Pol?
Wie auch immer, es ist abenteuerlicher mit dem Kutter als mit dem Aluguer oder privatem Jeep. Es ist eine Anreise, die ja sagen wir mal, ungewöhnlicher ist...dafür spektakulär. Es gibt Aussichten und Weitblicke: es können 21 Vulkankegel von oben gezählt werden. Da wäre in Europa längst eine Aussichtsplattform mit mind. 2 € Sichtpreis.

Es ist spannend, abenteuerlich würde ich es nicht bezeichnen.
Es gibt Touristen, die fahren diese Strecke mit dem Mountenbike.
Es ist eben nicht Mallorca sondern n o c h etwas unberührter, da wird Mensch ein wenig heraus gefordert.
Ich bin alleine dieses Jahr 2x in Tarafal gewesen und es ist für mich immer noch ein verzauberter Ort, auch mit seinen vielen Gästen.

Herzlich
Dju
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By pol
#16705 Hallo Dju,

Letzten November...
Klar leben die außerhalb der Terrasse, aber da trifft man sich eben.
Mit dem Kutter ist es komplizierter, vor Allem das Aussteigen. Es gibt ja keinen Steg.
Mountainbike? Respekt!
Ich war noch nie auf Mallorca, will da auch nicht hin. Für mich ist Tarrafal de Monte Trigo nicht gerade ein verzauberter Ort, bin aber jedes Mal verdammt glücklich, wenn ich da ankomme.

Viele Grüße
Rüdiger
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By ichnur
#16707 Zum Tauchen lernen empfehle ich auf Sal die Orca Tauchschule. Sandra ist Deutsche und damit fallen sprachliche Differenzen weg. Voab aber angemarkt: es ist nicht ganz ungefährlich dort zu Tauchen, es gibt Strömungen und einige gegenden, die nicht für Anfänger geeignet sind.
Außerdem kann man auch wunderbar wandern auf Sal. Wer die Seite von Uwe vom Restaurant Turifogo (Zum Fischermann) noch nicht kennt: http://www.natur-sal.de dort gibt es viele interessante Fotos und Wandertipps rund um die gar nicht so langweilige Insel Sal.
Für Ausflüge auf eine andere Insel würde ich persönlich São Vicente als quirliges Gegenstück empfehlen. Wobei ich auch die herrlichen Landschaften von Santiago liebe. Nach Santo Antão hat es uns noch nicht verschlagen - wir arbeiten aber dran.