Schnorcheln
Schnorcheln: Spots, Tipps und Bedingungen
Mit Wassertermperaturen zwischen 22 und 27 °C sind die Kapverden zum Schnorcheln bestens geeignet.
Man sieht häufig Papageienfische, Muränen, Rochen, Seeigel, Hummer und Meeresschildkröten. Mit etwas Glück sieht man auch einen Königin-Drückerfisch (Balistes vetula). Einige Spots mit Vulkangestein und Korallen bieten abwechslungsreiche Unterwasserlandschaften.
Eine wichtige Einschränkung ist jedoch der hohe Wellengang an vielen Küstenabschnitten zu bestimmten Jahreszeiten.
Bei klarem, flachem Wasser gibt es sehr viel zu sehen!
Empfehlung: Schnorcheln mit einer Bootstour kombinieren
Es werden Bootsausflüge auf Sal und auf Boa Vista angeboten: Man ist einige Stunden auf dem Wasser unterwegs, und zwischendurch gibt es Stopps zum Schwimmen oder Schnorcheln. Das ist eine schöne Alternative, wenn man mehr machen möchte als nur schnorcheln.
Wo kann man auf den Kapverden schnorcheln ?
Im Prinzip kann man auf allen Inseln Spots an der Küste finden, an denen man schnorcheln kann.
Wichtig ist dabei, dass man Strömungen und Wellengang berücksichtigen muss. Um Gefahren zu vermeiden, am besten mit den Bewohnern vor Ort sprechen, die wissen am besten wo es gut geht oder wo nicht, sie kennen die besten Schnorchelplätze.
Die bekanntesten Inseln zum Schnorcheln mit tollen Spots sind auf Sal, Boa Vista, Santiago und São Vicente. Auf diesen Inseln findet man auch geführte Schnorcheltouren.
Schnorcheln auf Sal
Schnorcheln ist auf Sal das ganze Jahr über möglich. Es gibt einige organisierte Schnorchetouren.
Nicht empfehlenswert ist es, auf Sal einfach irgendwo direkt vom Strand aus zu schnorcheln. Der sandige Untergrund und die raue See sorgen häufig für trübes Wasser, wodurch die Sicht schlechter ist. Am besten geeignet sind Spots mit felsigem Untergrund.
Auf der Insel gibt es zwei besonders beliebte Schnorchelspots: Murdeira Bay und Palmeira. Wer eine Schnorcheltour gebucht hat, fährt je nach Wetterbedingungen zu einem dieser Orte. Dort können beim Schnorcheln bunte Fische und ein schönes Korallenriff beobachtet werden.
Sie können Murdeira Bay natürlich eigenständig vom Festland aus erreichen. Dies ist über einen der Strände nördlich oder südlich des bewohnten Gebiets möglich, etwa 10 Minuten außerhalb von Santa Maria.
Weiterer Spot: Das Gebiet östlich des Piers von Santa Maria – in der Nähe von Porto Antigo und dem Restaurant Papaia – einfach zu erreichen. Etwa 50 Meter vom Restaurant Papaia entfernt befindet sich eine Unterwasserstatue. Außerhalb des Dorfes Santa Maria können Sie die Einheimischen beim Schnorcheln in Calheta Funda und Cadjatinha beobachten.
Südlich von Pedra de Lume liegt ein Schiffswrack. Man folgt den unbefestigten Küstenpfaden, bis die Wrackreste schließlich oberhalb der Wasserlinie sichtbar werden. Von dort führt eine anspruchsvolle Strecke über glatte Felsen weiter, bis eine kleine Sandbank erreicht ist. Stabile (Wasser-)Schuhe sind daher empfehlenswert. Der Aufwand lohnt sich: In diesem flachen Meeresbereich besteht eine gute Chance, die aus dem Wasser ragenden Flossen von Schwärmen harmloser Ammenhaie zu sehen.
Schnorcheln auf Boa Vista
Auf Boa Vista kann man am besten von April bis einschließlich November schnorcheln. Außerhalb dieser Monate ist es oftmals nicht so gut und es lassen sich dann meistens keine Schnorcheltouren buchen, weil das Meer rund um die Insel dann zu rau ist. Dadurch ist das Wasser auch zu trüb und die Sicht unter Wasser zu eingeschränkt.
Der bekannteste Ort zum Schnorcheln auf Boa Vista ist die Bucht As Gatas. Dieser Schnorchelspot im Nordosten der Insel ist nach den „Gatas“ benannt – also dem Ammenhai bzw. Nurse Shark. Diese freundlichen und harmlosen Haie schwimmen dort im Sommer umher und lassen sich beim Schnorcheln durchaus beobachten. Der Ammenhai gilt als sehr ruhige Haiart, nicht aggressiv und sogar eher scheu. Es ist dennoch ein „echter“ Hai – und entsprechend spektakulär, wenn er vorbeizieht.
Schnorcheln in der Gatas Bay ist nur bei Flut möglich. Die Bucht ist nämlich sehr flach, etwa 1,5 Meter tief. Bei Niedrigwasser kann man dort nicht schnorcheln, weil Teile des Korallenbereichs dann sogar aus dem Wasser ragen. Deshalb ist es ratsam, die As Gatas Bucht mit Guide zu besuchen oder sich vorher gut zu informieren, damit man zur richtigen Zeit dort ist.
Flossen sind nicht nötig
Wer in der As Gatas Bucht schnorchelt, braucht keine Flossen, da das Wasser sehr ruhig und flach ist. Außerdem können Flossen das empfindliche Korallenriff beschädigen.
Bei einer organisierten Schnorcheltour zur Bucht As Gatas, startet die Gruppe häufig in Sal Rei oder wird am Resort abgeholt. Danach geht es etwa eine Stunde in einem Pickup-Truck zur Bucht. Vor Ort verbringt man meist 45 Minuten bis eine Stunde im Wasser, bevor es zurück zum Fahrzeug geht. Auf dem Rückweg wird oft noch im kleinen Dorf Joao Galego für ein Getränk und einen kleinen Snack angehalten.
Ein weiterer beliebter Spot ist das Riff vor dem kleinen Inselchen Djeu. Wer eine Tour nach Djeu bucht, fährt mit einem Boot zum Riff und schnorchelt dort – je nach Wetter – etwa eine Stunde. Auch hier schwimmen wunderschöne tropische Fische am Korallenriff entlang.
Oft wird dieser Schnorchelausflug mit einem Besuch der Insel Djeu kombiniert. Dort kann man unter anderem ein altes Fort besichtigen, und der Guide erzählt etwas über die Geschichte der Insel und die Portugiesen. Anschließend bleibt häufig noch etwa eine Stunde Freizeit auf der Insel – ideal, um sich zu sonnen, die Umgebung zu erkunden oder natürlich noch mehr zu schnorcheln.
Der Estoril Beach in Sal Rei ist ein weiterer guter Schnorchelplatz auf der Insel Boavista. Mit etwas Glück können Sie neben einer enormen Vielfalt an tropischen Fischen (ca. 100 Arten) auch Schildkröten sehen.
Schnorcheln auf São Vicente
An der Ostküste der Insel, rund 18 Kilometer von Mindelo entfernt, liegt nahe der Praia Grande das Fischerdorf Calhau. Am Fuß des Vulkans Viana bietet sich dort gutes Schnorcheln an. Da der Strand aus Kies besteht, sind Wasserschuhe oder ähnliches Schuhwerk empfehlenswert.
Ein weiterer schöner Schnorchelplatz ist São Pedro, etwa 10 Kilometer südlich von Mindelo. Das charmante Dorf mit bunten Häusern und einigen Restaurants liegt in einer Bucht mit einem schönen langen Sandstrand. Schnorchelausflüge dorthin sind für ihr reiches Meeresleben und die intensive Farbe des Wassers bekannt. Meeresschildkröten werde sehr oft beobachtet, man kann oft neben den Schlidkröten schiwwmen.
Der nahe dem Stadtzentrum gelegene Strand Laginha ist ein alternativer Ort für Anfänger und für ein erfrischendes Bad. Sie werden Schwärme kleiner Fische sehen.
Schnorcheln auf Santo Antão
Tarrafal de Monte Trigo auf Santo Antão ist ein guter Spot zum Schnorcheln. Der Ort liegt im Südwesten der Insel, eingebettet zwischen Bergen und Meer. Die geschützte Bucht ist vor allem im Sommer sehr ruhig.
Am längsten schwarzen Sandstrand der Insel legen im Sommer Schildkröten ihre Eier ab, und die Bucht liegt zudem auf einer Wanderroute von Thunfischen, Walen und Delfinen. Entsprechend gibt es im Wasser einiges zu entdecken. Dank der geschützten Lage ist das Meer dort fast das ganze Jahr über ruhig und klar. Von Tarrafal aus werden außerdem Schnorcheltouren angeboten, die zu Spots weiter draußen führen.
Schnorcheln auf Santiago und Maio
• Tarrafal im Norden Santiagos bietet meist ruhiges Wasser mit viel Meeresleben. Die Sicht ist sehr gut zum Schnorcheln, und der vulkanische Meeresboden sorgt für eine besondere Unterwasserlandschaft. Dort gibt es auch organisierte Schnorchelausflüge.
• Maio, oft als „Mini-Boa Vista“ beschrieben, eignet sich für ruhige Schnorchelausflüge abseits des Trubels. Einsame Strände und klares Wasser schaffen eine wilde, entspannte Umgebung zum Erkunden.



















































