Fauna

Außer der Fledermaus gibt es auf den Kapverden keine einheimischen Säugetierarten! Das liegt daran, dass sich auf den vulkanischen Inseln, die zunächst ohne tierisches Leben waren, nur solche Arten entwickeln konnten, die übers Wasser oder die Luft nach Cabo Verde kamen. An Säugetieren ist im Folgenden vieles „eingereist“, zum Beispiel die grüne Meerkatze, kleine Mäuse oder auch wilde Kaninchen. Schlangen gibt es auf den Inseln nicht, dafür aber viele verschiedene Reptilienarten, wie Geckos und bunte Echsen. Auch Amphibien, wie z.B. Frösche sind vertreten.


kapverden fauna
Fauna der Kapverden

Auch sehr viele Schmetterlingsarten kann man auf den Kapverdischen Inseln beobachten: Monarchen, Bläulinge, Ritterfalter, Schwalbenschwänze oder auch bunt schillernde Großlibellen, die an Sumpfstellen umherschwirren. Mit seinen rund 500 verschiedenen Käferarten dürfte das Archipel auch für Spinnenfreunde ein interessanter Ort sein.

Außerdem gibt es auf den Kapverden natürlich landwirtschaftliche Nutztiere wie Ziegen, Pferde, Esel, Schafe, Rinder und Schweine.

Vor allem aber durch ihre zahlreichen Meeresarten und Vogelgattungen sind die Inseln sowohl bei Tauchern, als auch bei Biologen sehr begehrt.


Vögel

Eine Bilderserie der Vögel, die man auf den Kapverden antrifft – hier klicken

Es gibt eine Reihe Zugvögel, die regelmäßig auf den Inseln Zwischenstation bei ihrer Reise in den Süden machen.

Zugvögel:

Flussuferläufer, Stelzenläufer, Reiher, Löffler, Regenpfeifer, Steinwälzer, Zimtroller, Wiedehopf, Sanderling, Regenbrachvogel, Seidenreiher, Kuhreiher, Steinschmätzer, Schafstelze, Trauschnäpper, verschiedenen Schwalbenarten, Bienenfresser.

Ganzjährig auf den Kapverden zuhause sind ungefähr 50 verschiedene Arten von Brutvögeln (z.B. die Lerche, der Rennvogel und der Wüstenrabe, die in den Trockengebieten leben und der Graukopfliest/Passarinha, der mit seinem leuchtend roten Schnabel an den Eisvogel erinnert, der Wellenastrild und die Mönchsgrasmücke, die in den Feuchtgebieten zuhause sind). Vögel, die es nur auf den Kapverden gibt (endemische Arten) sind die Razolerche, der Kapverdensperling, abgebildet auf dem 1000 ECV-Geldschein, der Alexandersegler und der Kapverdenrohrsänger.

An Greifvögeln gibt es Wanderfalken, Mäusebussarde, Schmutzgeier, Turmfalken und Fischadler und den vom Aussterben bedrohten Kapverdenmilan, den man vereinzelt noch auf Boa Vista und Maio antrifft.

Meeresvögel:

Sturmtaucher- und Sturmvogelarten, Prachtfregattvögel, Rotschnabeltropikvögel, Brauntölpel

Fische und Wassertiere

Die Vielzahl an Meerestieren rund um die Kapverden ist überwältigend. Das besondere ist, dass im Meeresgebiet der Inseln die kühle Kanarenströmung im Sommer auf das warme Wasser des Guinea-Golfs trifft. Dadurch trifft man unter Wasser auf Kalt- und Warmwasserfische gleichermaßen.

Manche Fischarten treten nur saisonal auf, andere dauerhaft.  An Nutzfischen finden sich beispielsweise der Thunfisch, die Makrele, die Moräne, der Hummer, Langusten und viele verschiedene Krebs- und Muschelarten. Außerdem gibt es circa 150 Kleintierarten auf den Kapverdischen Inseln, unter anderem Seesterne, Seegurken, schwarze Korallen, Feuerkorallen, Seeigel und Meeresschildkröten, die man vor allem auf Maio und Boa Vista bestaunen kann.

Für Taucher besonders interessant sind die tropischen Fischarten:

Papageienfische, silbern schimmernde Sardinen, Seehechte, Husarenfische, Drachenköpfe, Spitzkopfkugelfische, Falterfische, rote Trompetenfische, Meeräsche, Rötlinge, fliegende Fische, ostatlantische Doktorfische, Pfeilhechte, Igelfische, Lippfische, Schnapper, Drückerfische, Husarenfische, Korallenfische, Schweinsfische, westafrikanische Kaiserfische, rote Soldatenfische, gestreifte Brasse, Goldbrasse, und allein fünf verschiedene Barscharten.

Zu den Hochseefischen, die sehr häufig vor den Steilküsten von Fogo auftreten, zählen:

Barrakuda, Stachelrochen, Teufelsrochen, Delphine, die man vor allem zwischen Santo Antão und São Vicente antrifft, Grau-, Hammer- und Tigerhai, Stachelmakrelen, Blue Marlins, Schwert-, Buckel-, Grau- und Pottwale.