Tauchen

Tauchspots, Tauchschulen, Wracks, Höhlen, Koralle und Fischvielfalt.

Abtauchen und einfach nur genießen: Wer die Unterwasserwelt der Kapverden erkunden möchte, hat dazu zahlreiche Tauchplätze auf verschiedenen Inseln. Insbesondere Sal, Boa Vista und Santiago sind für gute Tauchspots bekannt. Dort befinden sich auch die meisten Tauchplätze und Tauchschulen. Auch auf den Inseln Santo Antão, Maio und Fogo gibt es schöne Plätze zum Tauchen. Das Angebot an Tauchplätzen auf den Kapverden ist ziemlich vielfältig, sodass sich für Taucher jedes Niveaus ein schöner Trip zusammenstellen lässt. Auch wenn Sie noch nie getaucht sind, sind Sie auf Kap Verde gut aufgehoben für Ihren ersten Tauchgang.

Wenig erschlossen und gute Spots

Cabo Verde ist noch wenig erschlossen, und auch das Tauchen entwickelt sich dort erst. Dennoch gibt es zahlreiche professionelle Tauchschulen, die sichere und zertifizierte Ausflüge anbieten. Denoch stehen Ihnen verschiedene professionelle Tauchschulen zur Verfügung, die zertifizierte und sichere Tauchausflüge organisieren. Da die Meere rund um Kap Verde bislang vergleichsweise wenig betaucht werden, ist das Erlebnis besonders eindrucksvoll: Sie tauchen in eine unberührte Unterwasserwelt ein und genießen die Natur in Ruhe. Das Meer ist meist angenehm warm. Neben Korallen begegnen Ihnen häufig Schildkröten, größere Fischarten, Rochen sowie (harmlose) Haie. Darüber hinaus sind Höhlen- und Wracktauchgänge möglich. Ausserdem liegen viele Tauchspots liegen nah beieinander, sodass Sie auf einer Tour mehrere Plätze besuchen können.

Tipp! Auf Sal bietet Cabo Verde Diving verschiedenen Optionen, z. B. einen Schnuppertauchgang, einen halben Tauchtag oder fortgeschrittenere Tauchausflüge. Auch die Tauchausrüstung und die ansonsten verwendete Ausrüstung sind dort gut. Die Guides sprechen gut Englisch und können viel über die Meerestiere und die Natur erzählen, die Sie beim Tauchen sehen.

Tauchen auf den Kapverden

Tauchen lernen oder PADI auf Kap Verde machen

Auf den Kapverden gibt es mehrere Schulen, bei denen man einen Einführungstauchgang machen oder seinen PADI erwerben kann. Wenn man noch nie getaucht ist, kann man zunächst einen Schnuppertauchgang machen. Man muss dann nicht erst einen Kurs absolvieren, sondern kann nach einer kurzen Theoriestunde und einer Session im Pool bereits den ersten echten Tauchgang machen.
Wenn man seinen PADI machen möchte, sollte man dafür etwa 2 Tage einplanen. Diese Tage müssen nicht direkt aufeinander folgen. Es gehört zwar etwas Theorie dazu, aber diese Lektionen kann man oft schon zu Hause im eigenen Tempo online absolvieren. Danach folgen meist noch einige Pool-Sessions, in denen man mit der gesamten Tauchausrüstung vertraut wird. Nach dem Scuba Diver PADI darf man zusammen mit dem Instructor bis zu einer Tiefe von 12 Metern abtauchen. Auf Kap Verde kann man auch den Open Water Diver PADI machen. Dieser Kurs dauert meist 3 bis 4 Tage. Danach darf man zusammen mit einem Tauchbuddy oder Instructor bis 18 Meter abtauchen.

Auf den Kapverdischen Inseln gibt es Tauchspots für jedes Niveau. Zusammen mit der Tauchschule bespricht man, welche Plätze man ansteuern kann, sodass die Tour ganz an das eigene Niveau bzw. die eigenen Wünsche angepasst wird. Es gibt nämlich auch sehr viele wunderschöne Riffe, die leicht zugänglich sind und nicht tief im Meer liegen. Man sollte darauf achten, immer eine gute Tauchschule mit zertifizierten Instruktoren zu wählen. Wer nicht tauchen kann und es nicht lernen will, dem sei Schnorcheln empfohlen, was auf den Inseln auch sehr gut geht.

Enorme Vielfalt: Korallen, Schildkröten und bunte Fische

Beim Tauchen auf den Kapverden erleben Sie – je nach Insel – schöne Korallenabschnitte und eine beeindruckende Vielfalt an Meeresbewohnern. Genau diese Tierwelt macht die Tauchgänge dort so besonders: Unter Wasser begegnen Ihnen häufig Schildkröten und unterschiedliche Haiarten, etwa Ammenhaie und Hammerhaie. Auch Mantarochen, große Zackenbarsche, Barrakudas, Thunfisch und weitere farbenfrohe tropische Fische ziehen regelmäßig vorbei. Darüber hinaus können Sie unter anderem Kugelfische, Papageienfische, Trompetenfische (Aulostomus), Nacktschnecken (Nudibranchia) und Anglerfische (Antennariidae) entdecken. In der Zeit von März bis Mai mit etwas Glück auch Buckelwale.

Ideal ist die Zeit von April bis November

Die beste Zeit, um rund um die Kapverden zu tauchen, ist nach Aussage der meisten Schulen und Experten von April bis November. Letztlich kann aber das ganze Jahr über getaucht werden, wobei man gelegentlich mit etwas mehr Wind und dadurch mit einer schlechteren Sicht rechnen muss. Die Meerestemperatur ist ziemlich konstant und liegt zwischen 27 Grad im Sommer und 20 Grad im Winter. Auf manchen Inseln kann das Wasser kälter sein; deshalb wird im Winter oft mit einem 7-mm-Neoprenanzug und im Sommer mit einem 5-mm-Neoprenanzug getaucht. Aufgrund der Lage der Kapverdischen Inseln gibt es regelmäßig Wind und Strömungen im Meer. Es gibt jedoch immer genügend Ausweichplätze, an denen die Strömung weniger stark ist.

Tauchen in Buracona, Insel Sal

Wracks und Höhlen

Abenteurer können auch in den Gewässern rund um die Insel Sal Wracktauchen. Dort finden Sie mehrere alte Schiffswracks, die durch den Rost wunderschön gefärbt sind. Die Schiffe liegen auf dem Meeresboden, weil die Kapverdischen Inseln früher häufig als Zwischenstopp für Handelsschiffe und Piraten genutzt wurden. Auch Schiffe von Sklavenhändlern liefen die Häfen Kap Verdes oft an.

Die Kapverdischen Inseln sind vulkanischen Ursprungs, wodurch viele Felswände, Tunnel und Höhlen entstanden sind. Besonders die Buracona-Höhle und die Regona-Tunnel auf der Insel Sal sind für viele Taucher ein Muss. Auch die Cavala-Wand an der Insel Sal ist ein sehr spektakulärer Tauchgang für erfahrene Taucher. Die Felswand beginnt in 28 Metern Tiefe und fällt weiter ab bis auf 68 Meter.

Das „Blue Eye“ in Buracona auf der Insel Sal

Zu den bekannteren Tauchspots der Kapverden gehören der Höhlentauchplatz vor Sal (Buracona). 23 Meter tief geht es zum einfachsten Einstieg. Die Höhle selbst wartet mit faszinierenden Lichtspielen auf.

Ebenfalls bei Sal befindet sich das Boris Wrack, ein russischer Frachter, der 2006 versenkt wurde und jetzt Stachelrochen, Zackenbarschen und vielen anderen Fischen ein Zuhause bietet. Der schönste Tauschplatz von Santo Antao heißt „Wish You Were Here“ oder kurz „WYWH“. Hierbei handelt es sich um ein Riff in sechs bis zwölf Metern Tiefe.

Tauchen auf der Insel Sal

Rund um Sal gibt es etwa 18 Tauchspots, an denen Sie Korallen und sehr bunte Fische sehen können. Vier dieser 18 Spots sind Schiffswracks, die weiter unten näher beschrieben werden. Außerdem gibt es von Sal aus etwa 4 Höhlen, die Sie besuchen können.

Der bekannteste Tauchspot auf Sal ist die vulkanische Buracona-Höhle, auch bekannt als das „Blue Eye“. Das ist eine Höhle an der Westküste von Sal, die eine Öffnung an der Oberseite hat – wenn die Sonne hineinscheint, entsteht ein spektakuläres Lichtspiel. Auch die Regona-Tunnel und -Höhlen sind bei erfahrenen Tauchern sehr beliebt. In den Tunneln begegnen Sie vielen farbenfrohen Fischen und Krebstieren.

Tres Grotes ist eine Gruppe von drei leicht erreichbaren Höhlen vor der Küste von Sal. Die drei Höhlen liegen dicht beieinander in einer Tiefe von etwa 18 Metern. Jede Höhle hat ihre eigenen Besonderheiten und verschiedene Meerestiere, die dort leben. Hier sehen Sie unter anderem Trompetenfische, Schildkröten und Hummer, umgeben von Korallen.

Das Wrack des Schiffes Santo Antão liegt seit 1966 in 14 Metern Tiefe vor der Küste von Sal. Aufgrund der Tiefe ist es ein relativ zugängliches Wrack, das für Taucher aller Niveaus erreichbar ist. Rund um das etwa 55 Meter lange Wrack schwimmen bunte Fischschwärme; außerdem können Sie dort Mantarochen, Muränen und Stachelrochen sehen. Das Wrack ist in drei Teile gebrochen und teilweise begehbar.

Ein weiteres Wrack vor der Küste von Sal ist das russische Schiff Kwarcit oder Boris. Dieses Wrack eines Fischerboots liegt in etwa 28 Metern Tiefe und wurde 2006 bewusst versenkt, um ein künstliches Korallenriff zu fördern. Das Schiff wurde von illegalen Flüchtlingen aus Senegal genutzt, geriet jedoch vor der Küste Kap Verdes in Schwierigkeiten. Das Wrack ist gut zugänglich; Sie können unter anderem die Brücke und den Laderaum besichtigen.

Tauchen auf der Insel Boa Vista

Auch auf Boa Vista gibt es etwa 18 Tauchspots, davon bestehen zwei aus Schiffswracks. Da die Inseln Sal und Boa Vista nebeneinander liegen, können Sie von Boa Vista aus auch viele der oben genannten Tauchspots auf Sal besuchen. Beim Tauchen auf Boa Vista begegnen Sie vor allem größeren Meerestieren wie Schildkröten, harmlosen Haiarten und Mantarochen. Das Meer rund um Boa Vista ist im Winter allerdings etwas rauer. Wenn die Bedingungen zu wild sind, kann jedoch auf ruhigere Plätze ausgewichen werden. Das Besondere an den Gewässern rund um Boa Vista ist, dass von März bis Mai auch Buckelwale gesichtet werden können.

Atlantida ist ein guter Spot für Anfänger auf Boa Vista. Das Riff liegt in etwa 10 Metern Tiefe; dort können Sie u. a. Skorpionfische, große Schwärme Königsfische, Hummer und Muränen sehen, die sich in kleinen Felsspalten verstecken.

Das Wrack des ehemaligen Fischerboots Taliarte liegt in etwa 10 Metern Tiefe und ist daher recht leicht zugänglich. Rund um das verrostete Wrack schwimmen zahlreiche Schwärme von Meerbarben, Wolfsbarschen und Sergeant-Major-Fischen. Auch kleinere, farbenfrohe Tiere wie Nacktschnecken und Krabben siedeln sich hier gerne an. Mit etwas Glück sehen Sie auch den besonderen Anglerfisch (Antennariidae).

Tauchen auf der Insel São Vicente

Rund um São Vicente gibt es etwa 13 Tauchspots, davon 1 Wrack. Das 80 Meter lange Wrack der São Macário liegt in etwa 15 Metern Tiefe vor der Bucht von Mindelo. Fische, die sich dort gerne aufhalten, sind u. a. Kugelfische, große Schwärme Meerbarben, Muränen und farbenfrohe Nacktschnecken.

Auch das Korallengebiet bei Fateixa ist wegen des reichen Unterwasserlebens und des ruhigen Wassers ein beliebter Spot. Ponta da Doca bietet von allem etwas: eine Wand in 10 bis 30 Metern Tiefe, Höhlen, Felsen und Korallen. Durch die Umgebung können Sie hier viele verschiedene Meerestiere sehen, darunter viele Mantarochen. Auch beim Tauchen am Spot Djeu sehen Sie große Fischgruppen und möglicherweise auch Barrakudas und Thunfische.

Tauchen auf Santiago

Für Anfänger sind das King Fisher Reef und der Spot 7-up gute Plätze für einen ersten Tauchgang. Sie tauchen dort bis etwa 18 Meter ab und können schönes Korallenriff genießen. Der Spot Colonato bietet eine felsige Landschaft mit mehreren kleinen Höhlen, in die Sie ebenfalls hineintauchen können. In 20 Metern Tiefe sehen Sie verschiedene Oktopusarten und manchmal auch Stachelrochen.

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