Sprache
Crioulo und Portugiesisch – die Sprachen der Kapverden
Die Sprache verrät viel über ein Land, so sagt man. Auch auf den Kapverden spiegelt das Kreolische (Crioulo) – neben der offiziellen Landessprache Portugiesisch – die unglaubliche Vielfalt eines durch Jahrhunderte der Migration entstandenen Volkes wider.
Portugiesisch spricht man also im Rechtsverkehr, in den Medien, in Behörden, in Kirchen und Schulen. Kreolisch dagegen ist die Umgangssprache, die auf den Straßen gesprochen wird, aber auch die Sprache der Literatur und der Dichtung. Musik dagegen wird auf Kreolisch gesungen!
Tipp: Wenn man als Besucher der Inseln die Bewohner mit einem „Guten Tag, wie gehts?“ auf kreolisch begrüßt, wird man sicherlich mit einem glücklichen Lächeln empfangen. Für die wichtige Verständigung unterwegs empfiehlt sich ein kleiner Sprachführer im Gepäck!
Kauderwelsch Reise Know-How Sprachführer
Kapverdisch (Kiriolu) – Wort für Wort
Kapverdisch, auch Crioulo oder Kabuverdianu genannt, ist die Umgangs- und Verkehrssprache auf den Kapverdischen Inseln. Wer das echte Cabo Verde erfahren will, kommt nicht daran vorbei, einige Wörter Kapverdisch zu lernen. In den Augen der Einheimischen wird man dadurch schnell vom gesichtslosen Touristen zum Freund.
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Das Kreolische der kapverdischen Inseln gilt heute als die älteste afrikanisch-europäische Kreolsprache. Vergleichbar wird beispielsweise in Haiti, den Seychellen, in Sierra Leone oder der Réunion gesprochen. Allen Sprachen gemein ist ihre geschichtliche Entstehung: Völker verschiedenster Herkunft mussten sich auf eine Weise verständigen und so mischten sie ihre eigene Sprache mit Wörtern aus der herrschenden Kolonialsprache.
Das Kreolische der Kapverden besteht deshalb zu 90% aus dem „alten“ Portugiesisch. Den Rest bilden afrikanische, französische, englische und andere europäische Anleihen, Wörter all jener Sprachen, deren Völker in der Vergangenheit die Geschichte der Insel mitprägten. Vor allem der Sprachrhythmus und das Bildhafte der Kreolischen Ausdrucksform stammen aus Afrika.
Ein gutes Beispiel ist das Word “Kasubodi”, welches vor allem auf der Insel Santiago aber auch auf anderen Inseln mit der Bedeutung “Überfall, Raub” gebraucht wird. Es kommt, wie ich irgendwann bemerkte, aus den USA: “Cash or Body” !
Jede der Inseln hat außerdem ihren eigenen Dialekt. Es gibt jedoch zwei “Haupt-Crioulo Dialekte: Die Inseln “über dem Wind” (Barlavento) sprechen “Sampadju”-Crioulo und die inseln “unter dem Wind” (Sotavento) sprechen das Badiu-Crioulo.
Auf der Insel Fog hört man vergleichsweise historisch bedingt viele englische Wörter und Santo Antão erinnert eher an das Französische. Überall, wo überregional zusammen gearbeitet wird, wird eine Art „Amtskreolisch“ gesprochen, das alle verstehen.
Mit dem ALUPEC (The Unified Alphabet for the Writing of Capeverdean Creole) wurde die Voraussetzung geschaffen, das Kreolische, das bis dato nur als gesprochene Sprache existierte, offiziell als zweite Landessprache zu ernennen.



























































































































