Insel Brava


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Blick von Vila Nova Sintra

Brava – die Blumenreiche

Auch, wenn Brava mit seiner Hauptstadt Vila Nova Sintra die kleinste bewohnte Insel der Kapverden ist, sollte man sie nicht unterschätzen: Ein Besuch (besonders kurz nach der Regenzeit) wird mit einem Meer an Blumen belohnt. Durch den Monte Fontainhas (976 m) und die Lage im Windschatten Fogos bilden sich das ganze Jahr über Wolken über Brava, die für ein pflanzenfreundliches Klima durch Tau sorgen. Auf der tropisch feuchten Insel gedeihen Dattel- und Kokospalmen genauso wie die farbenfrohen Oleanderbüsche, Hibiskusarten, Mandelbäume und Bougainvilleen. Wer also Abwechslung zu den oft wüstenartigen Inseln des Barlavento sucht, ist hier genau richtig.


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Blick auf Fajã de Água

Der hoch auf dem Bergrücken Bravas gelegene Ort Vila Nova Sintra wird von vielen als die schönste Stadt des kapverdischen Archipels bezeichnet. Gepflegte Sobrados (zweistöckige Häuser) mit kleinen Gärten verraten, dass die finanzielle Lage in den Städten nicht ganz so dürftig ist wie auf einigen anderen Inseln.
Neben der Praça Eugénio Tavares (in Brava geborener Musiker der Morna) gibt es die Kirche der Nazarener und die koloniale Igreja São João Baptista zu sehen. Der Markt ist von der Praça Eugénio Tavares aus in südliche Richtung erreichbar. Am östlichen Ortseingang von Vila Nova Sintra wacht die steinerne Nachbildung des Kolumbus-Schiffs Santa Maria. Am 24. Juni wird rund um das Denkmal der Johannistag gefeiert: Die Frauen der Stadt schmücken die „Santa Maria“ mit Blumen, Früchten und Gebäck und führen dazu die traditionelle “Cola”, einen ausgelassenen Tanz auf. Die Männer der Insel sind meist als Seeleute verkleidet und am Ende des Tages dürfen die Kinder von Vila Nova Sintra den „Schiffsschmuck“ mit nach Hause nehmen.


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Grüne Landschaften auf Brava

Wenige Kilometer von Vila Nova Sintra in südöstlicher Richtung führt die Straße vorbei am Mirador de Nova Sintra (von dem man einen schönen Ausblick über die Stadt hat) in die beiden Dörfchen João d’Nole und Mato Grande. In João d’Nole, einem malerischen kleinen Ort mit vielen kleinen Obstgärten und gepflegten Häusern, sollte man in jedem Fall die Igreja Santa Antão besuchen, die auf einer Anhöhe über der Stadt liegt. Inmitten einer grünen, bergigen Nebellandschaft steht sie da. Wie in den Berg hineingewachsen und mit der Landschaft verbunden scheint sie der Natur mit ihrer bröckelnden türkisen Fassade doch zu trotzen. Von Mato Grande aus hat man einen großartigen Ausblick über die gesamte Ostküste Bravas.
Von Vila Nova Santa aus sollte man sich auch an die Nordwestküste aufmachen. Die Straße schlängelt sich zwischen Feldern und Wiesen hindurch, Hibiskushecken säumen den Weg genauso wie eindrucksvolle Gummibäume und sogar ein Drachenbaum (in Cova Rodela). Man kommt zu dem Ort Rodela Baixo, der auf einem Felsvorsprung liegt. Von dort aus lohnt eine Wanderung nach Fajã de Água, das an einer der schönsten Buchten der Kapverden liegt. Auf dem Weg dorthin passiert man eine bizarre Landschaft aus steil emporragenden Felswänden, tief abfallenden Tälern und Terassenfeldern.
Im Süden findet man mit Cova Joana einen malerischen kleinen Ort, und wenige Kilometer weiter liegt ganz abgeschieden die Ansiedelung von Nossa Senhora do Monte, wie der Name andeutet, direkt auf einem Berg. Vom Nachbardorf Mato aus sieht man den Alto de Fontainhas (976m), den höchsten Berg Bravas. Noch weiter südlich liegt in der kargen Landschaft das sehr ursprüngliche Dörfchen Cachaço. Von hier aus kann man bei klarem Wetter bis nach Fogo sehen.