Insel Maio

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Einsame Strände auf Maio

Maio – die Einsame

Maio, die östlichste Insel des Sotavento, liegt südlich von Boa Vista.
Verschlafene Ortschaften mit bunten kleinen Häuschen, teils mit Blumen geschmückt, umherlaufende Ziegen und vor allem ganz viel Ruhe erwarten den Besucher. Menschen sitzen vor ihren Häusern, verträumt, und die Zeit scheint hier stillzustehen.
Die Vegetation ist sehr arm, dennoch besteht Maio nicht nur aus Wüste. Salzwiesen im Norden des Eilands, Hügellandschaften aber auch Kalktäler, Akazienwälder und Kokospalmen bestimmen das Bild der Insel. Durch Aufforstungsmaßnahmen hat Maio heute sogar die größte zusammenhängende Waldfläche der Kapverden. Deshalb kann auch wieder in einer Köhlerei bei Morrinho Holzkohle hergestellt werden, ohne dass das den Baumbestand gefährden würde.
Vogelbeobachter kommen auf dieser Insel auf ihre Kosten: Sandlerche, Wüstenläufer, Rennvögel und sogar Fischadler sind zu beobachten. In den Salinenbecken bei Vila do Maio finden sich Seeschwalben und Wattvögel.


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Fischer bei Vila do Maio

Auf der Insel gibt es wunderschöne einsame Strände. Ein kilometerlanger weiter, relativ gut erreichbarer Sandstrand zieht sich zum Beispiel an der Westküste entlang von Vila do Maio (Praia da Vila in der Stadt und Praia Ponta Preta in Richtung Osten) über das Örtchen Morro bis nach Calheta. Auch südlich der Hauptstadt kann man an der Praia da Ponta Preta wunderbar baden.
Die Hauptstadt der Insel, Vila do Maio, liegt direkt am Meer im Südwesten. Die Praça Fina, der zentrale städtische Platz, dient als abendlicher Treffpunkt für die die Menschen Maios. Eine weiße Kirche, im portugiesischen Kolonialstil erbaut säumt den Platz. Im Süden der Praça in einer Seitenstraße befindet sich eine kleine Markthalle, in der man Lebensmittel erstehen kann.


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Palmenoase bei Lagoa

Im bewaldeten Westen befinden sich die Orte Calheta und Morrinho.
Letzterer ist wenig belebt, die Häuser sind teilweise nicht mehr bewohnt. Auf einem kleinen, mit Oleanderbüschen gesäumten Platz steht die Dorfkirche.
In Calheta findet man wieder bunte Häuschen und einen kleinen Platz mit einer Kirche, deren weiß-gelbe Fassade ins Auge fällt.
Auch das Örtchen Morro, umsäumt von einem Hain aus Kokospalmen, liegt im Westen der Insel und hat einen sehr schönen, feinsandigen Badestrand. Im Sommer kann man hier Schildkröten beobachten. Man sollte dann aber auf jeden Fall einen guten Abstand zu den Gelegen halten , da die Tiere sich schnell belästigt fühlen und die Eiablage unterbrechen, bzw. beenden und das Gelege schutzlos zurücklassen. Nordöstlich von Morro liegt ein Höhenzug mit dem Berg Monte Batalha (294m).
Flugverbindungen bestehen nur von und nach Praia und die Insel wird nicht täglich angeflogen. Auch Schiffsverbindungen sind selten, aber durch den Ausbau des Hafenanlegers auch für größere Schiffe geeignet.