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By Palmero
#13889 Hallo Experten,
was ist für Santiago die beste Art der Fortbewegung Taxi oder Mietwagen?
Wir würden gerne in Tarrafal wohnen, vom Flughafen dorthin mit einem Taxi ein paar Tage später wieder zurück ist wohl ein wenig mühsam. Bei der größe der Insel kann man wahrscheinlich mit einem Mietwagen die Insel besser erkunden. Was meint ihr, ich kann das nicht gut einschätzen, ich weiß nicht wie die Strassenverhältnisse sind usw.?

Danke für Tipps

Gruss Palmero
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By Ariminum
#13890 Hallo Palermo,

Mietwagen ist immer mit dem Risiko verbunden, irgendwo liegen zu bleiben oder eine gerade unpassierbare Straße zu erwischen, aus der man nur schwierig wieder rauskommt. Man ist auf sich allein gestellt. Auch sollte man dann gut Portugiesisch können! :!:
Taxi kostet einfach von Praia nach Tarrafal ca 60-70€. Wenn ihr zu mehrt seid, ist das schon erschwinglich.
Ansonsten verkehren überall auf der Insel Sammeltaxen (=Aluguer, sprich "Alugähr"), die alle Orte unter einander sehr preisgünstig verbinden. Die Fahrt nach Tarrafal von Praia aus, via Assomada, wo man ab und zu umsteigen muss (man wird dann "umgesetzt"), kostet ca. 4-5€.
Ich hatte in all den Jahren noch nie einen Mietwagen auf den Inseln und diesen auch nicht vermisst. Die Inseln sind in dieser Hinsicht nicht mit Ländern wie Namibia etc. zu vergleichen, wo ein Mietwagen fast unverzichtbar ist. Hier ist es umgekehrt.
Ariminum
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By Rudolf36
#13894 Hallo Palmero,

ich kann Ariminum nur beipflichten.
Vor Jahren auf Lanzarote fand ich einen Mietwagen auch sehr praktisch. Aber dort gibt es auch nicht dieses Kleinbussystem ohne Fahrplan namens "Alugähr". So blieben nur Taxi oder ggf. Bus, der nur gelegentlich fährt, oder Mietwagen.
Außerdem ernährt das Aluguer, das man überall und jederzeit anhalten kann, den einheimischen Fahrer, der Mietwagen irgendeine ausländische Firma. Wenn ich das richtig sehe.
Rudolf
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09136_0803_PdoSol_25.JPG
Ob das mal ein Mietwagen war?
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By pol
#13900 Hallo Palmero,

nochmal zu diesem Thema: Eigentlich ist Santiago schon groß genug für einen Mietwagen, etwa im Unterschied zu Sal. Die Straßen sind inzwischen recht gut, fast alle asphaltiert. Das große Problem ist, daß man am Flughafen direkt keinen bekommt, da gibt es zwar Büros, aber da ist niemand, geschweige denn ein Auto. Man müßte also nach Praia rein, und da istes keineswegs gesagt, daß sie dort einen haben. Ich habe versucht, von hier aus einen zu reservieren, das ginge theoretisch nur über Hertz, aber der Preis war unsäglich, über 100 Euro pro Tag. Also doch lieber Taxi. Einen Aluguer-Halteplatz habe ich am Flughafen nicht gefunden. Ist ja dort auch nicht die Klientel...

Viele Grüße
Rüdiger
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By Ariminum
#13902 Hallo Rüdiger,

nur die Hauptstraße (Umgehungsstraße von Praia, und die Straßen in Praia) sowie die Straße zum Flughafen und nach Tarrafal sind asphaltiert, nach Tarrafal nur teilweise.

Der Rest sind Kopfsteinpflasterstraßen. :wink:

Aluguers fahren sporadisch auch zum Flughafen, besonders wenn man vom Inneren von Santiago oder von Praia kommt und nach einer Fahrt zum Flughafen fragt.
Aber wie Du eben auch resümiert hast, ist ein Mietwagen zu umständlich und auch viel zu teuer. 8)
Ariminum
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By Palmero
#13903 Vielen Dank für eure Antworten,
noch eine Frage, muss man beim Taxifahren aufpassen, dass man nicht in ein "falsches Taxi" steigt?

Gruß Palmero
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By Ariminum
#13904 So etwas wie "falsche Taxis" habe ich auf den Kapverden noch nicht erlebt.
Für eine längere Fahrt sollte aber der Preis vorab ausgehandelt werden.

Ariminum
By Dju Dju
#13905 ..oh Leute was ist das denn hier?
Klar kann ein Auto gemietet werden, auch am Flughafen. Nicht rund um die Uhr.
Jedes Hotel/Pension vermittelt. Die Strassen sind nicht "Buga Buga"... nicht schlimmer als im Moselland oder im tiefen Osten von D....es bleibt eine Budgetfrage. Jedes Auto ist versichert und hat eine Notfallnummer. Es ist teurer als ein Taxi (ca. 10 € mehr bei einer Pers.) hat dennoch Vorteile. Es ist individuell vom Reisekonzept abzuwägen. Ein Mietwagen ist kein Muss, aber sehr bequem!

LG Herzliche Grüsse
Dju
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By Ariminum
#13911 Meine liebe Dju,

Du bist doch lange genug auf den Inseln unterwegs, um zu wissen, dass besonders (aber nicht nur) Nebenstraßen nach Regen oftmals nicht passierbar sind. Auch Steinschlag macht so manche Strecke unpassierbar.
Das wissen die Einheimischen sehr schnell, dem Touristen erschließt sich diese Info aber nicht. :!:
So kann man schnell mal im Nirgendwo stecken bleiben und dann kannst zwar Du Dir weiterhelfen, weil Du auch noch Kirolu sprichst, aber der Normaltourist eben nicht. Auch kennst Du vor Ort als Insiderin Möglichkeiten, wieder flott zu werden. 8)
Geh aber mal bitte von einem Ersttouristen aus, der diese Möglichkeiten nicht hat. 8)
Auch sind die Straßen im Osten Deutschlands heute wirklich sehr gut, was auf Santiago nur auf die in meinem vorherigen Beitrag genannten Strecken zutrifft.
Bei Nebenstraßen kann z.T. auch ein ungesicherter Abhang oder die Enge der Straße einem Ungeübten Probleme bereiten. :|

Dann wäre auch der von Dir noch erwähnte Kostenfaktor die Tatsache, dass am Flughafen nicht Rund um die Uhr die Mietmöglichkeit besteht.
Fazit: Ein Mietwagen ist eher ein Klotz am Bein, wenn auch ein relativ bequemer. :wink:
Ariminum
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By Salbay
#13912 Ola Palmero,

wir haben auf Santo Antao einen Mietwagen gehabt und es so sehr genossen, dass wir für das nächste mal Santiago auf jeden Fall dort auch mit Mietwagen losziehen würden.
Kopfsteinpflasterstraßen sind kein Problem, gerast wird eh nicht, man will ja was sehen, direkt nach starkem Regen war alles befahrbar.
Es gibt manche Straßen, die man mit dem Mietauto nicht befahren darf, sie sind explizit vom Vertrag ausgeschlossen, meistens Staub-Pisten.
Wir haben das Auto täglich von den Jungens im Dorf waschen lassen. Unser geräumiger Suzuki Gran Vitara war von einem einheimischen Autovermieter inklusive Versicherung 60€/Tag, 200€ Kaution. Alle Autovermietungen die wir sonst gesehen haben waren einheimisch und hatten vergleichbare Preise (keine Abzocke).
Wir hatten fast immer den Rücksitz voller Schulkinder oder Leuten die zur nächsten Stadt mitgefahren sind...Gratis-Aluguer für die Einheimischen :-)
Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Kapverdianer einen hängen lassen würden, wenn man mit dem Wagen hilfe braucht. Handy dabei, Autovermietung anrufen...im Falle eines Falles...

Mit den Aluguers hatten wir trotz Portugiesisch-Kenntnisen zT Probleme, weil wir immer zur falschen Zeit am falschen Ort waren, entweder es waren nur Taxis da zB an den Flughäfen oder die Aluguers sind spontan zu Taxis geworden.
Wir hatten aber auch positive Erfahrungen, konnten nette Taxi-deals machen (abholen und warten und weiterfahren) und sind auch spontan in's Aluguer mit reingeschlupft das wir auf der Straße angehalten haben.

Es ist beides ein schönes Erlebnis!
Grüße
Salbay
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By Ariminum
#13913 Hallo Salbay,

Wir hatten fast immer den Rücksitz voller Schulkinder oder Leuten die zur nächsten Stadt mitgefahren sind...Gratis-Aluguer für die Einheimischen


das ist zwar ganz nett,aber so nimmt man den Aluguerfahrern die Fahrgäste weg. :| Mal ein paar Schüler mitnehmen....das spricht sich herum und im Nu ist man das (dumme) Touri-Taxi. :roll:

Auch bekommt man massive Probleme,wenn sich bei einem Unfall solche Fahrgäste verletzen. Da zahlt keine Versicherung. :!:

direkt nach starkem Regen war alles befahrbar.

Befahrbar schon, aber teilweise spiegelglatt wie in Europa nach Blitzeis. :!: Ich habe es schon erlebt, dass ein Taxi eine Anhöhe nicht mehr hinauf kam, weil die abgefahrenen Kopfsteinpflaster so glatt waren.

inklusive Versicherung 60€/Tag, 200€


Wenn man das für ein paar Tage hochrechnet, dann kann man viel Aluguer fahren und auch ab und zu ein Taxi nehmen, das auch überall stehen bleibt, wo man es möchte ( z.B. für ein Foto) :wink: .

Ariminum
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By pol
#13914 Hallo Ariminum,

Nee, ich konnte es auch kaum fassen: fast die ganze Strecke vom Flughafen bis Tarrafal asphaltiert! Erst ab Chao Bom wurde es einigermaßen wuckelig.
Natürlich Nebenstrecken wie nach Ribeira da Barca, da wird es anders aussehen. Da muß man schon über Kopfsteinpflaster froh sein.
Und was das Liegenbleiben mit einem Mietwagen betrifft: wenn es nicht eine ganz abgelegene Gegend ist, wird einem immer geholfen. Da braucht es (eigentlich) auch keine Sprachkenntnisse. Die Leute sehen ja, was los ist. Ich habe da kurz vor Tarrafal einen Reifen zerfahren. Alleine wäre ich aus dem Film nicht herausgekommen...
Und was die Schulkinder betrifft: natürlich haben wir sie auch mitgenommen. Den Aluguer-Fahrern geht da kein Geschäft verloren, weil die Schulkinder eh kein Geld für das Aluguer haben.

Viele Grüße
Rüdiger
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By Ariminum
#13916 Hallo Rüdiger,

ja, die Schulkinder waren auch nicht explizit gemeint,nur die anderen Passagiere.
Aber auch bei den Schulkindern spricht es sich rum, mit Touris billig weiter zu kommen. :wink:

Nur wenn eben etwas passiert, besonders bei Kindern wäre ich da vorsichtig, dann hat man den "Schwarzen Peter" gezogen. :|

Ja, die Staße von Praia nach Tarrafal ist fast durchgänig asphaltiert und auch die autobahnähnliche Umgehungsstraße (Circular da Praia) von Praia. Aber das hatte ich ja schon geschrieben.

Die Menschen sind natürlich sehr hilfsbereit und irgendwie geht es immer weiter. Aber dadurch verliert man auch an Urlaubszeit, wenn man dann viele Stunden mit Autoreparatur und/oder Abschleppen verbringen muss. :wink:

Ariminum
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By pol
#13918 Hallo Ariminum,

war ja nur ein Reifen... und komischerweise war der Ersatzreifen OK. Aber aufgerieben (wörtlich) hat es mich schon.

Viele Grüße
Rüdiger
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By hunor
#13971 Hello, ich komme gerade von Praia (Santiago). Meines Erachtens ist ein Mietwagen ein Muss (wir waren ein paar Tage ohne, es geht auch, aber etwas mühsam oder kostspielig). Aber, bitte nicht von Alucar (Rent-a-Car) mieten: Trotz frühzeitiger Buchung (Ende Sommer 2013) und Bestätigung durch Alucar war an dem angegebenen Tag - und auch in den nächsten Tagen - kein Auto vorhanden. Auf Anfrage und Reklamationen hat man nur kalt und abweisend reagiert (was eigentlich untypisch ist für die Inselbewohner).